tomcat1960
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NATIONALER WETTERDIENST GIBT HURRICANES JETZT VOLLSTÄNDIGE NAMEN

Silver Spring, Maryland. Der Nationale Wetterdienst kündigte letzten Freitag an, dass er sein System zur Namensgebung wegen der zunehmenden Zahl von Hurricanes überarbeiten wird. "Die Hunderte Hurricanes, die wir für 2006 erwarten, werden alle Vor- und Zunamen erhalten" sagte Max Mayfield vom Wetterdienst. "Die Tropenstürme Alberto Fergus, Beverly Stenwick-Brown und Chris Stubbs Jr. haben bereits Namen nach dem neuen System erhalten." Wenn alle Kombinationen aus Vor- und Zunamen erschöpft sind, sollen Stürmen auch Titel gegeben werden können. Geplant ist, bei Hurricane Assistant Account Manager Alexander Epps, CPA zu beginnen.

(Für mehr solche Nachrichten im TITANIC-Stil, siehe www.theonion.com .)
2.3.06 20:52


Sexualstraftäter, und warum unser Rechtssystem dem amerikanischen so rein gar nichts voraus hat

Gerade lese ich bei t-online.de, dass der BGH einem Sexualstraftäter Recht gegeben hat, der gegen seine nachträglich angeordnete Sicherungsverwahrung Beschwerde eingelegt hat.

Okay, der Typ ist 72, leidet an Demenz, und wurde in ein Seniorenheim eingewiesen. (Da steht nichts von "unter Verschluss" - vielleicht sollten wir mal darüber nachdenken, was wir unseren Alten antun, wenn ein Seniorenheim als der geeignete Unterbringungsort für einen demenzkranken Sexualstraftäter im Rentenalter gilt...)
Dort - Zitat: - "machte er sich Anfang 2004 sexuell an geistig behinderten Frauen zu schaffen." Aha.

Wohlgemerkt - der Mann war vorher kein Unschuldslamm: "Der Mann - bereits 1994 des sexuellen Missbrauchs von Kindern für schuldig befunden - war 1999 zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden, weil er ein zwölfjähriges Mädchens vergewaltigt hatte. "

Fassen wir zusammen: ein vorbestrafter Vergewaltiger tut es wieder und wieder, selbst in der Sicherungsverwahrung, in die man ihn gesteckt hat, und trotzdem lässt ihn der BGH laufen, weil: "Tatsachen, die eine nachträgliche Sicherungsverwahrung rechtfertigen, müssen vor dem Ende der Haftstrafe bekannt geworden sein. Dazu zählten die Vorfälle im Altenheim jedoch nicht."

Denn: im Altenheim saß er auch nicht rechtens. Dies hatte er zwei Jahre zuvor erstritten, indem genau das bayerische Gesetz, das ihn in das Seniorenheim gebracht hatte, auf seine Beschwerde hin vom Bundesverfassungsgericht gekippt wurde.

So demenzkrank ist der Mann dann wieder nicht, dass er nicht in der Lage wäre, die Gesetzeslückenlage für sich auszunutzen.

Das erinnert mich an den Fall eines Mörders in den USA, dessen Auto im Zuge einer Drogenrazzia "gefilzt" wurde. Blutige Kleidungsstücke tauchten dabei auf, die später einem Mordopfer zugeordnet werden konnten. Eine Mordanklage kam dennoch nicht zustande - die Beweise waren nicht gerichtsfest erhoben worden. (Dazu hätte man das Auto nicht nach Drogen, sondern ausdrücklich nach Beweisen für einen Mord durchsuchen müssen.) Drogen hatten sich damals übrigens auch nicht gefunden...

Ein schlecht gemachtes Gesetz zu kippen ist eine Sache. Einen gefährlichen Schwerverbrecher laufen lassen eine ganz andere. Wann werden das unsere Richter endlich begreifen?

Und wann werden unsere Politiker endlich begreifen, dass gerade unser Strafrecht nicht duldet, dass Gesetze so zusammengepfuscht werden, wie das in Landes- und Bundesjustizministerien offenbar passiert?

Wann endlich bekommen wir die Mängelhaftung endlich auch für Beamte?
23.3.06 19:34


Die Wahlen sind gelaufen ...

... und alle finden, dass sie alles richtig gemacht haben. Verkehrte Welt: seit CDU und SPD miteinander in einer Großen Koalition kuscheln, können sie offenbar nicht mehr verlieren.

Dies ist bedenklich: Wahlbeteiligungen von unter 50% beweisen, dass dem Bürger nicht schmeckt, was in Berlin angerichtet wird - eine andere Möglichkeit, seinen Willen zu dokumentieren, hat er fast nicht mehr.

Was am schlimmsten ist: diese geringe Wahlbeteiligung ging weitgehend unbemerkt und unkommentiert über die Bühne. Nähern wir uns jetzt endgültig einer Scheindemokratie, in der politische Willensbildung nur noch ein Viertel der Bevölkerung braucht? Vielleicht noch nicht, aber die Zeichen stehen auf Sturm, auch wenn es niemand so recht zu bemerken scheint.

Lasst uns nicht vergessen, dass Demokratie das Engagement ihrer Bürger voraussetzt. Wenn es schon daran fehlt, seinen Hintern hochzubekommen, um zur Wahl zu gehen, dann läuft definitiv etwas schief. Nichts ist gefährlicher als das Gefühl, "eh' nichts ändern zu können", das ein Bekannter unlängst zur Begründung anführte, warum er "in kein Wahllokal mehr gehe".

Es wird höchste Zeit, dass Politiker wieder lernen, für den Bürger da zu sein - und nicht ihr Amt als Sinekure betrachten, aus der sie einem wohlversorgten Ruhestand entgegenstreben. In einer Demokratie ist Bodenhaftung wichtig - Politiker sollten alles dafür tun, dass sie sie nicht verlieren.
29.3.06 13:06





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